Glückshormon Serotonin

Hat die Seele ein Immunsystem?

Viele Menschen werden mit den Einflüssen der beruflichen und persönlichen Umwelt schlecht fertig. Die Umwelt macht sie nervös und ängstlich. Da umweltverändernde Maßnahmen zumeist außerhalb des persönlichen Einflusses stehen, die Belastung also nur schwer zu verringern ist, gilt es, die gesundheitsschädigenden Wirkungen so niedrig wie möglich zu halten.

Durch ständige Überreizung des Nervensystems wird die Regulationskapazität des Organismus überschritten. Hinzu kommen eine artfremde Lebensweise mit Reizüberflutung (Lärm, Neonlicht, fernsehen, E-Smog am Schlafplatz), Bewegungsmangel, Sauerstoffmangel, Schlafmangel, Mangel an natürlichem Tageslicht und schlechter Ernährung. In unserem heutigen Informationszeitalter ist die Ernährung fürs Gehirn nicht mehr wegzudenken. Interdisziplinäre Verbindungen zwischen Psychologie, Hirnforschung, Präventivmedizin und Ernährungswissenschaft zeigen das Denken und Fühlen ganz entscheidend von unserer täglichen Nahrung beeinflusst werden. Eine Zentrale Rolle Spielt hier das “Glückshormon” Serotonin.

Serotonin wird vom Körper aus der Aminosäure L-Tryptophan hergestellt und ist als Neurotransmitter, Neurohormon und Gerinnungsfaktor überall im Körper zu finden. Ein geringer Serotoninspiegel ist ein Signal von Impulsivität, die zur Gewalt gegenüber anderen oder sich selbst führen kann. Bei unzureichender Tryptophanversorgung (z.B. durch falsche Kostzusammensetzung, anhaltenden Stress, und auch durch die Einnahme der Pille und von Amphetaminen) kommt es zum einem Serotoninmangel der mit unterschiedlichen Erkrankungen und Symptomen in Verbindung gebracht wird:

Depressionen, Schmerzempfindlichkeit, Fibromyalgie, Multiple Sklerose, Tinnitus, Herzinfarkt, Bulämie, Hyperaktivität, Reizbarkeit, Triebhaftigkeit, Schlafstörungen, Angst, vorzeitiger Samenerguss, starkes Verlangen nach Zigaretten, Alkohol, Süssigkeiten und exessiver körperlicher Betätigung.

Serotonin besitzt wahrscheinlich auch die Funktion eines „Kühlmittels“ für das Gehirn. Schnelle Temperaturanstiege und hohe Temperaturen führen dazu, das die Menschen „hitzköpfiger“ reagieren, da nicht mehr genügend Serotonin für andere Aufgaben zur Verfügung steht. Dies zeigt sich z.B. an besonders heißen Sommertagen am zunehmend aggressiveren Verhalten der Verkehrsteilnehmer.

Serotonin ist unter anderem ein Gegenspieler des Immunbotenstoffes Tumornekrosefaktor alpha!

Tumornekrosefaktor Alpha (TNFa) ist ein entzündungsfördernder Botenstoff, der maßgeblich am Amoklauf des Immunsystems beteiligt ist: Nach neuesten Erkenntnissen wird dieses Zytokin (Botenstoff des Immunsystems) bei chronischer Polyarthritis, Herzinfarkt, Morbus Crohn, MS und bei krankhaftem Übergewicht in erhöhtem Maß freigesetzt.

Zur Verbesserung des Serotoninspiegels ist eine Vollwertige Mischkost zu empfehlen, bei der ausschließlich komplexe Kohlenhydrate verzehrt werden sollen. Die Proteinversorgung sollte überwiegend durch pflanzliche Eiweisslieferanten, aber auch fermentierte Bio-Milchprodukte (liefern L-Tryptophan) und fetten Kaltwasserfisch (liefert zusätzlich Omega-3-Fettsäuren) abgedeckt werden!

Gut für den Serotoninstoffwechsel sind:

  • 5-hydroxy-L-Tryptophan (natürliche Serotoninvorstufe die aus einer bestimmten Hülsenfrucht gewonnen wird) und/oder die Aminosäure L-Tryptophan und ihre Synergisten: Magnesium, die Vitamine C, Vit. B 3, B6, Vitamin B1, B6, Folsäure und B12, Eisen, Kupfer, Zink und Lecithin (enthält Cholin und Inositol).
  • Johanniskraut und/oder Lichttherapie (unterstützt den Serotoninstoffwechsel – vor allem im Winter).
  • Omega-3-Fettsäuren (EPA & DHA) verbessern die Empfindlichkeit der Serotoninrezeptoren.
  • Weinen (vermindert das Stresshormon Cortisol und senkt damit den Bedarf an Serotonin).
  • Sich selbst und anderen Menschen Grenzen setzen (senkt den Serotoninbedarf).
  • Akupunktur, Massage, Rolfing
  • Tai Chi, Qi Gong, Yiquan, Meditation, Yoga, lachen, mäßige körperliche Betätigung bei Tageslicht

Schlecht für den Serotoninstoffwechsel sind:

  • Aspartam (Enthält die Aminosäure Phenylalanin die mit Tryptophan um die Resorption konkurriert!)
  • Koffein (Erhöht den Cortisolspiegel und damit auch den Bedarf an Serotonin.)
  • Fruchtzucker bei Personen mit Fruchtzuckertoleranz
  • Alkohol
  • Heisses Klima
  • Mangel an Tageslicht
  • Neonlicht
  • Elektromagnetische 50 Hz Wechselfelder
  • positive Ionisierung der Atemluft (elektronenarme Sauerstoffionen)
  • Psychodauerstress & mangelnde Psychohygiene
  • Dysbiosen